Für die einen ein unerklärliches Phänomen, für die anderen ein ebenso überlebenswichtiges Alltagstool wie das Handy: Twitter. Egal, ob Gedanken zum aktuellen Weltgeschehen oder Informationen über die Zusammensetzung des gerade eingenommenen Frühstücks – Twitter ist für jeden, der sein (Innen-)Leben und das Leben anderer gern teilt, die passende Plattform.
Über kurze 140-Zeichen-Mitteilungen werden Textnachrichten in einer Art Blog veröffentlicht (deshalb auch “Microblogging” genannt) und an alle Benutzer versendet, die sich für die Person oder das Thema interessieren („Followers“).
Ein bisschen wie SMS-Schreiben also, nur für die ganze Welt und damit alle Freunde im Internet zugänglich. Genau darin scheint auch der Reiz von Twitter zu liegen: Kurze, zwischen Meeting und Mittagspause geschriebene Nachrichten können schnell und einfach über verschiedenste Dienste wie SMS, Instant Messenger oder eine Desktopapplikation an eine breite Masse von Freunden und Fremden gesendet werden. Und, was noch viel wichtiger ist: Man kann so auch über alle News seiner Freunde ständig informiert bleiben. Im Gegensatz zu normalen Instant Messengern steht hier nämlich nicht die Kontaktpflege oder die reine Unterhaltung im Vordergrund, wie eine aktuelle Studie der Communityseite Trndometr zeigt:

(Grafik lizensiert unter Creative Commons)
40% aller 1.035 Teilnehmer sehen die wichtigste Funktion von Twitter im schnellen Austausch von Informationen. „Weil Twitter - im Gegensatz zu Mail, eben schneller und unkomplizierter ohne langes Drumherum ein kurzes Hallo ermöglicht“, interpretiert Olaf Kolbrück auf dem Off-the-Record-Blog die Ergebnisse der Studie. Diesen Aktualitätsvorteil hat übrigens auch schon Google für sich entdeckt: die amerikanische Version der Google News hat bestimmten Twittern-Usern dieselbe Newspriorität wie kleineren Zeitungen zugeteilt, sodass ihre Twitternachrichten ab und zu auf der Google News Seite auftauchen (Quelle: Wikipedia).
Nachtrag zum Thema Twitter:
Hier noch eine interessante Story, wie Twitter mit der Einhaltung seiner Nutzungsbedingungen bzw. deren Verletzung umgeht…

Also ich persönlich finde twittern blöd! Ich hatte eine Zeit lang einen eigenen Account, habe ihn aber mangels Interesse gelöscht. Was mich dort stört, ist dass “alle Welt” Ihre Nachrichten, Gefühle, Meinungen oder was auch immer einfach ins WWW rausposaunt und doch niemand reagiert. Ich schreibe also z.B. “hmmm mein Mittagessen eben bei Mc D. war toll”. (Nicht das das irgendeine weltbewegende Nachricht wäre, aber die Leute schreiben so etwas!) Und niemand reagiert! Jetzt könnte man denken: Gut was soll man auch auf so einen Käse antworten. Ja, stimmt. Aber auch auf alles andere antwortet niemand! Deshalb stellt sich für mich die Frage: Warum twittert man alles mögliche, wenn niemand reagiert? Kann ich dann nicht genau so gut mit einer Wand reden?
(Ich hoffe ich greife niemand mit meiner Meinung an, die ich zugegebener Maßen recht deutlich ausgedrückt habe:)
vielleicht lags an den tweets oder den wenigen followern und weniger an twitter?